IBAN-Check und Lastschriften: So erkennst du Betrug, holst Geld zurück und stellst Rücklastschriften richtig ein


Jeden Tag nutzen Millionen Menschen bequeme automatische Zahlungen. Kriminelle missbrauchen dieses System jedoch leider immer öfter für sich.

Eine falsche Abbuchung auf dem Kontoauszug sorgt schnell für Panik. Du bist als Verbraucher in solchen Fällen aber extrem gut geschützt.

Hier lernst du alle nötigen Schritte für eine schnelle Lösung kennen. Wir zeigen dir die Fristen und wie das Geld sicher zurückkommt.

Bequeme Zahlungen und ihre versteckten Risiken

Das aktuelle Zahlungssystem ist hierzulande extrem beliebt. Es spart wertvolle Zeit und man vergisst keine wichtigen Rechnungen mehr.

Miete, Strom und Handyverträge werden fast immer automatisch bezahlt. Diese absolute Einfachheit hat aber auch eine große Schattenseite.

Betrüger haben längst erkannt, wie leicht sie dieses System ausnutzen können. Sie benötigen dafür meistens nur wenige Basisdaten von dir.



Die Täter spekulieren darauf, dass viele Menschen ihre Konten nicht prüfen. So bleiben kleine Summen oft über Monate völlig unbemerkt.

Die regelmäßige Kontrolle deiner Auszüge ist der wichtigste Schutz überhaupt.

Wie Kriminelle an deine Kontodaten gelangen

Für eine automatische Abbuchung reicht den Tätern oft dein voller Name und die Kontonummer. Diese Daten sind leichter zu finden als gedacht.

Manchmal stammen die Informationen aus großen Datendiebstählen im Internet. Oft werden Kunden auch durch raffinierte Betrugsmails getäuscht.

Einige Täter nutzen sogar spezielle Programme zum Erraten der Kontonummern. Sie probieren einfach viele verschiedene Kombinationen blind aus.

Sobald eine Kombination funktioniert, starten sie mit den ersten Abbuchungen. Du hast aber sehr starke Rechte, um dich wehren zu können.

Du musst die unberechtigten Abbuchungen nicht einfach stillschweigend akzeptieren. Das deutsche Gesetz steht in diesen Fällen auf deiner Seite.

Alarmzeichen für gefährliche und falsche Abbuchungen

Betrüger gehen sehr oft extrem geschickt und völlig unauffällig vor. Sie buchen meistens ganz bewusst nur kleine Summen unter zehn Euro ab.

Bei einem flüchtigen Blick auf das Konto fallen diese Beträge nicht sofort auf. Es gibt aber deutliche Warnsignale für kriminelle Aktivitäten.

  • Unbekannte Firmen: Du hast nie etwas bei diesem Anbieter bestellt.
  • Falsche Summen: Ein bekannter Partner zieht plötzlich viel mehr Geld ein.
  • Doppelte Posten: Dein üblicher Monatsbeitrag wird plötzlich zweimal berechnet.

Prüfe deine Bankgeschäfte daher mindestens einmal im Monat ganz genau nach. Nutze dafür am besten die App deiner Bank auf dem Smartphone.

Die gesetzlichen Fristen für deine Rückbuchung

Das Gesetz bietet dir einen sehr starken und wirklich verlässlichen Schutz. Du kannst unberechtigte Beträge problemlos zurückgeben lassen.

Deine Bank darf für diesen Vorgang absolut keine komplizierten Fragen stellen. Sie darf dafür auch keine Gebühren von deinem Konto abziehen.

Du musst allerdings unbedingt die gesetzlichen Fristen im Blick behalten. Diese Fristen hängen stark von der Art der vorherigen Erlaubnis ab.

Art der ZahlungDeine FristWichtige Voraussetzung
Mit deiner ErlaubnisGanze acht WochenKein besonderer Grund nötig.
Ohne deine ErlaubnisStolze dreizehn MonateEs gab nie einen Vertrag mit dir.

Bei echtem Betrug gilt glücklicherweise die lange Frist von dreizehn Monaten. Die Zeit läuft ab dem genauen Tag der unberechtigten Abbuchung.

Geld zurückholen online oder in der Filiale

Der schnellste Weg zu deinem Geld führt direkt über das Internet. Du kannst das Problem meistens sofort selbst am heimischen Bildschirm lösen.

Logge dich dafür sicher in deine Banking App oder auf der Webseite ein. Suche in der Umsatzübersicht nach der fragwürdigen Abbuchung.

Klicke auf den Umsatz, um die genauen Details der Buchung zu sehen. Dort findest du meistens einen gut sichtbaren Schalter für die Rückgabe.

  1. Umsatz anklicken: Wähle die falsche Buchung in deiner Liste aus.
  2. Option wählen: Klicke auf Zahlung zurückgeben oder widerrufen.
  3. Auftrag bestätigen: Gib die Rückgabe mit deiner sicheren PIN frei.

Das Geld ist danach meistens innerhalb von nur einem Tag wieder bei dir. Bei der kurzen Frist von acht Wochen ist keine Begründung nötig.

Falls du die App nicht nutzt, kannst du deine Bank jederzeit anrufen. Auch der Weg in die nächste Filiale mit einem Kontoauszug ist möglich.

Fehler des Anbieters oder echter Betrug

Manchmal steckt gar keine böse Absicht hinter einer völlig falschen Buchung. Auch großen Unternehmen passieren hin und wieder technische Fehler.

Vielleicht hast du einen Vertrag gekündigt, aber die Firma bucht trotzdem weiter ab. Das ist ärgerlich, aber meistens kein krimineller Angriff.

In solchen Fällen reicht eine einfache Rückgabe über die App oft schon völlig aus. Die Firmen bemerken den Fehler dann und melden sich bei dir.

Bei völlig unbekannten Absendern sieht die Sachlage allerdings ganz anders aus. Wenn du den Firmennamen nie gehört hast, solltest du aufpassen.

Echter Betrug erfordert immer weitere wichtige Schritte nach der Rückbuchung.

Kontakt zum Zahlungsempfänger sicher aufnehmen

Wenn du den Absender kennst, frage zuerst freundlich nach dem genauen Grund. Manchmal klärt sich ein Missverständnis durch einen Anruf schnell auf.

Sei aber extrem vorsichtig bei Briefen oder Mails zu dieser fraglichen Buchung. Kriminelle fälschen oft Dokumente, um dich massiv unter Druck zu setzen.

Nutze niemals die Kontaktdaten aus einer verdächtigen elektronischen Nachricht. Rufe niemals Rufnummern an, die in einem drohenden Brief genannt werden.

Suche die offizielle Webseite des fraglichen Unternehmens immer selbst im Netz. Nutze dafür eine Suchmaschine und prüfe die Adresse ganz genau.

Wenn du keine Webseite findest, ist das ein extrem starkes Warnsignal. Brich in diesem Fall jeden direkten Kontakt sofort und ohne Ausnahme ab.

Mandat widerrufen und Konto sofort sperren

Eine einfache Rückbuchung stoppt die Täter bei echtem Betrug meistens nicht sofort. Sie probieren es im nächsten Monat einfach wieder bei dir.

Um zukünftige Abbuchungen dauerhaft zu stoppen, musst du die Erlaubnis entziehen. Sende dem fragwürdigen Unternehmen einen schriftlichen Widerruf zu.

Fordere das Unternehmen auf, deine Bankdaten sofort aus dem System zu löschen. Bewahre eine Kopie dieses Schreibens als deinen wichtigsten Beweis gut auf.

Manche Betrüger ignorieren deinen schriftlichen Widerruf leider komplett. In diesem Fall musst du deine Hausbank um aktive und schnelle Hilfe bitten.

Gib deiner Bank dafür den Namen und die Daten des Täters. Die Bank kann dein Konto für diesen speziellen Empfänger dann dauerhaft und sicher sperren.

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Anzeige bei der Polizei rechtzeitig erstatten

Bei unberechtigten und kriminellen Abbuchungen ist die Polizei sofort gefragt. Die offizielle Verbraucherzentrale rät hier dringend zu einer Anzeige.

Dieser Schritt ist nicht nur für die spätere Strafverfolgung der Täter wichtig. Er schützt auch dich persönlich vor unberechtigten Forderungen.

Betrüger schalten oft erfundene Inkassobüros ein, um dir große Angst zu machen. Mit einer Anzeige kannst du sofort beweisen, dass du das Opfer bist.

Du musst für diese Anzeige nicht einmal zwingend auf eine Polizeiwache gehen. Nutze einfach die praktische Onlinewache deines Bundeslandes im Netz.

Dort kannst du den Fall in Ruhe schildern und alle Beweise direkt hochladen. Speichere das polizeiliche Aktenzeichen für deine Unterlagen danach gut ab.

Wichtige Tipps zur Vorbeugung und für die Schufa

Der beste Schutz ist immer ein sehr sparsamer Umgang mit den eigenen Daten. Trage deine Kontonummer nur auf wirklich sicheren Webseiten im Internet ein.

Achte auf das Schloss Symbol im Browser und eine sicher verschlüsselte Verbindung. Bei unbekannten Shops solltest du lieber sicher auf Rechnung einkaufen.

Alternativ bieten sich auch bekannte Dienstleister wie etwa PayPal an. So musst du deine sensiblen Bankdaten nicht direkt an den Verkäufer weitergeben.

Viele Betrugsopfer haben große Angst vor einem negativen Eintrag bei der Schufa. Diese Sorge ist bei einem gemeldeten Betrug aber völlig unbegründet.

Solange du der falschen Forderung rechtzeitig widersprochen hast, darf kein Eintrag erfolgen. Das Gesetz schützt dich hier extrem streng vor Nachteilen.

Prüfe deine Kontobewegungen am besten noch heute in deiner sicheren Banking App. Aktiviere Meldungen, um bei neuen Abbuchungen sofort reagieren zu können.


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